SPD Kreistagsfraktion besichtigt Schiffermuseum Haßmersheim

Veröffentlicht am 24.01.2009 in Kreistagsfraktion

Sozialdemokraten feiern Ausbau der Neckarschleusen und der B 292 als Erfolg – Staatssekretärin Karin Roth ist Glücksfall für den Neckar-Odenwald

Die SPD-Kreistagsfraktion setzte mit ihrem Besuch im Schiffahrtsmuseum Haßmersheim ihre Termine vor Ort fort. Anschließend traf man sich zu einer Sitzung im Gasthaus Ritter in Haßmersheim. Besonders begrüßte die Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann SPD-Landesvorstandsmitglied und Bundestagskandidatin Gabriele Teichmann und den SPD Kreisvorsitzenden Jürgen Graner sowie Karin Joseph, Gattin des verstorbenen Bürgermeister, MdL und Fraktionsvorsitzenden Karlheinz Joseph.

Zuvor hatte man die Gelegenheit genutzt, dass mit viel Fleiß vom Schifferverein Germania Haßmersheim gestaltete Museum zu besichtigen.
Der erste Vorsitzende des Schiffervereins „Germania“, Walter Zimmermann, ließ es sich nicht nehmen die SPD Kreistagsfraktion selbst zu führen.
Von der Treidelschiffahrt über die Kettenboote zu den Schlepbooten bis zur heutigen Technik hatte Walter Zimmermann vieles zu berichten. Mit über 100 Schiffen war Haßmersheim der größte Binnenschifferort. Heute sind es gerade noch ca. 10 Partikuliere, die unter Haßmersheimer Flagge fahren.
Die SPD-Fraktion um Heide Lochmann war sehr beeindruckt, auch über das Schiffsmodell Gerlinde, eine Leihgabe der ehemaligen Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle.

Kreisrat Karlheinz Graner ging auf die verheerende Liberalisierung unter der Kohl-Regierung in den 90er Jahre ein: „Mehr als die Hälfte der Deutschen Binnenschifffahrtsflotte wurde durch die einseitige Liberalisierungspolitik vernichtet. „Das haben wir auch hier in Haßmersheim gespürt“, berichtete Graner. Mit vielen Aktionen habe die Haßmersheimer SPD versucht den Partikulieren zu helfen. So z.B. das Liegegeld bei Frost oder die Direktbefrachtung von Kohle für Haßmersheimer Schifffahrtstreibende sind dabei erreicht worden. Unvergessen sei, dass die Parlamentarische Gruppe Binnenschifffahrt in Haßmersheim geboren wurde. In Haßmersheim fanden drei größere Foren zur Binnenschiffahrt statt, die auch in Berlin nicht ungehört blieben. Das große Schleusenverlängerungsprogramm und das Containerterminal in Heilbronn sind dafür gute Belege. Graner kann sich noch gut daran erinnern, wie diese Projekte von CDU-Vertretern als Flop bewertet wurden. Damals hieß es von dieser politischen Seite, dass man wegen einer handvoll Binnenschiffer nicht Millionen ausgeben müsse.

Im nächsten Bundeshaushalt werden sogar sechs Millionen Euro für die Modernisierung der Deutschen Binnenschifffahrt bereitgestellt.
Aus dem neu geschaffenen Haushaltstitel werden Zinszuschüsse und Kosten für Bürgschaften der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt, die dieses Programm durchführt. Das Foerderprogramm sei ein klares Bekenntnis für die Binnenschifffahrt. „Wir zeigen damit, dass die Binnenschifffahrt mit der Straße und Schiene ein gleichwertiger Partner unserer integrierten Verkehrspolitik ist“, so die Sozialdemokraten.

Passend zur Verkehrspolitik ging Heide Lochmann nochmals auf das große Weihnachtgeschenk aus dem sozialdemokratisch geführten Bundesverkehrsministerium ein: Die Fertigstellung der B292 aus einem Guss mit der Brücke und Tunnel in Adelsheim. Die Staatssekretärin Karin Roth (SPD) aus dem Verkehrsministerium hat Wort gehalten. Lochmann dankte MdB Lothar Binding, MdL Georg Nelius und dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Karlheinz Graner für ihr wichtiges Engagement. Man könne mit Fug und Recht behaupten, dass die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium MdB Karin Roth aus Esslingen ein Glückfall für den Neckar-Odenwald und Baden-Württemberg sei. Neckarschleusen, Containerterminal und jetzt die Umgehungsstraße sei unter ihrer Ägide auf den Weg gebracht worden

Abschließend bedankte sich Lochmann bei den SPD-Kreisräten für ihr hohes Engagement. Kreisrat Karlheinz Schmidt aus Mosbach dankte Heide Lochmann für die gute Fraktionsführung und überreichte als Dankeschön an alle Kreisräte ein flüssiges Geschenk, Marke Eigenbau.